INFOS Reinigungsstufen 1-3

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Filterung - Beruhigter Zulauf - Überlauf

 
 
 
 
Filterung   
 
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Prinzipiell muss das Dachablaufwasser vor dem Eintritt in die Zisterne feingefiltert werden ca. 0,4 – 0,6 mm. Auf weitere Feinfilter nach der Zister ne sollte grundsätzlich verzichtet werden, da diese unnötig sind und durch Strömungswiderstände oft die Lebensdauer der Pumpe stark verkürzt und Bakterienwachstum am Filtereinsatz macht sie zu regelrechten Keimschleudern.filterreinigung3
 
Mindestanforderungen an Filtersystemen:
 
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  • Zuverlässiges Entfernen von groben und von kleinen Partikeln aus dem Dachablaufwasser
  • Dauerhaft gute Filterwirkung mit geringen Wasserverlusten
  •    Kein Zusetzen, kein Verkeimen, kein Verpilzen, kein Veralgen
  • Frostsicherheit
  •  Sicherstellen der Gebäudeentwässerung nach DIN 1986 auch bei Zusetzen des Filters
  • Gute Zugänglichkeit, einfache Reinigung ohne Folgekosten
  • Wartungsarmut
 
Viele für Regenwassernutzungsanlagen angebotene Filtersysteme erfüllen diese Kriterien nicht, da sie den ausgefilterten Schmutz festhalten, zu einer Wassersperr- und Keimschicht anreichernfilterreinigung2 und zuwachsen (z.B. Sand-/Kiesfilter, Mattenfilter, Gewebefilter u.ä.). Um große Wasserverluste und Verkeimung zu vermeiden, erfordern sie intensive Wartungsarbeiten. Ideal hingegen sind Filtersysteme, die sich weitgehend selbst reinigen (Filtersammler, Standrohrfilter, Wirbelfeinfilter, Zisternenfilter, Volumenfilter). Sie führen den Schmutz direkt in den Kanal ab. Vogelkot wird vom Dach nur abgelöst und in seiner festen Form in den Kanal geleitet. Das Wasser ist somit arm an Nährstoffen, durch die große Filteroberfläche aber stark mit Sauerstoff angereichert.
 
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Beruhigter Zulauf
 
 
 
Das frische, mit Sauerstoff angereicherte Wasser muss im Speicher strömungsberuhigt nach unten zugeführt werden. Stoffe, die schwerer als Wasser sind müssen sich am beruhigterzulaufSpeicherboden absetzen (Sedimentation) und dürfen nicht aufgewirbelt werden. Auf diesem beruhigten Bodensediment bildet sich nach einiger Zeit ein positiver Bakterienflor, der Sauerstoff benötigt um seine Reinigungswirkung im Speicher voll zu entfalten und somit eine oxydative Sedimentation entsteht (mikrobiologische Klärwerksfunktion).
 
Beim Einsatz der vorher beschriebenen Filtersysteme beträgt die Sedimentationsmenge im Jahr ca. 2-5 mm, d.h. in 10 Jahren hat sich im Speicher eine Sedimentationsschicht von nur  2 – 5 cm gebildet. Eine Wasserführung im Speicher, bei der das Wasser durch Filtermedien von oben hineintröpfelt kann auf dem Speicherboden Faulschlamm durch Sauerstoffmangel erzeugen. Das Wasser ist dann im oberen Bereich frisch, aber im unteren Bereich muffig. Die mikrobiologische Selbstreinigung arbeitet nicht ausreichend und das Wasser muss dann verworfen werden. Die Wasserentnahme muss so gestaltet sein, dass eine Verwirbelung und Ansaugung des Bodensedimentes zuverlässig verhindert wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Überlauf
 
Der Überlauf der Zisterne muss mit einem groß dimensionierten Geruchsverschluss gegen Kanalgase und einer Sicherung gegen Ratten ausgestattet sein. Der Geruchsverschluss muss so ausgebildet sein, dass auch bei längeren Trockenperioden ein zuverlässiger Abschluss des Überlaufs gewährleistet ist (Großer Siphon ). Die speicherseitige Ablauföffnung muss als Skimmer ausgebildet sein, um sicherzustellen, dass beim Überlauf die Schwimmschicht aus fetthaltigen Schmutzpartikeln und Pollen automatisch abgezogen wird, eine Technik die im Schwimmbadbau schon lange erprobt ist. ueberlaufDurch die wichtige Funktion des Überlaufs wird auch die Speichergröße begrenzt, da sichergestellt werden muss, dass der Speicher möglichst mehrmals im Jahr überläuft.
 
Alle Erdzisternen müssen gegen Rückstau aus dem Kanal oder einer Versicherung gesichert sein. Hierbei ist die jeweils örtliche Rückstauebene zu berücksichtigen, die im Zweifel, wenn vom Bauamt nicht anderes angegeben, mit der Höhe des Straßenniveaus anzunehmen ist. Liegt der Speicherüberlauf Unterhalb der Rückstauebene (meistens) müssen technische Rückstausicherungen eingebaut werden (z.B. Rückstauklappe, Hebeanlage)
 
Das Fehlen der 2. und 3. Reinigungsstufe führt nach einiger Zeit häufig zu jauchig riechendem Wasser.